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Inhalt:
Wundersamer Regenwald-Pilz erzeugt Biodiesel, Spiegel-Online und andere Point of no return schon überschritten? Alarmierender Bericht der NOAA (USA) Schöpfung bewahren, von Gisela Ohly Deutscher Biodiesel enthält Palmöl, Greenpeace weist es nach Umweltminister Gabriel will gedeckelte Pendlerpauschale In Sachen unabwendbaren Bevölkerungswachstums, von Alfons Holzapfel Pendlerpauschale - einmal ökologisch und ethisch gesehen, von Reihard Zirnbauer Wasserverbrauch bei der Ethanolproduktion, von Mailin Schwarzmaier
Wundersamer Regenwald-Pilz erzeugt Biodiesel Von Jens Lubbadeh Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,588333,00.html 2008-11-04 Er kann Stroh zu Gold machen - sprich: Pflanzenabfälle in Diesel verwandeln. US-Pflanzenforscher haben im südamerikanischen Regenwald einen Pilz entdeckt, der die Biosprit-Produktion revolutionieren könnte. Vielleicht beantwortet er auch die Frage, wie Öl überhaupt entstanden ist. Anmerkungen: (a) den vollständigen Artikel gibt es unter obigem Link. (b) Ich denke, das ist eine großartige Entdeckung und die Politiker, die das Abholzen von Regenwald zulassen, sollten begreifen, welche biologischen Schätze sie vernichten und endlich konsequent gegensteuern, in allen Ländern, sowohl den Produktions- als auch den Verbrauchsländern von Biokraftstoffen.
Point of no return schon überschritten? oder: wie geduldig ist die Natur noch?
Seit Beginn der Industrialisierung ist die Weltbevölkerung stetig gewachsen und hat meh r Ressourcen verbraucht als je zuvor. Alle Ressourcen sind aber endlich. Umweltverschmutzung und tendenziell steigende Temperaturen (“Erderwärmung”) sind Folgen dieses Ressourcenverbrauchs. Weite Einigkeit besteht, dass die Menschen handeln und auch ihr gewohntes Handeln ändern müssen. Aber wirklich geschehen ist bislang wenig.
Nun hat die US-Klimabehörde NOAA einen Bericht vorgelegt mit dem Titel “Rekordtemperaturen in der Arktis. Die Tagesschau (http://www.tagesschau.de/ausland/arktis102.html) berichtete am 17. Oktober dazu: Zitat: Der Klimawandel nimmt nach Angaben der US-Klimabehörde NOAA in der Arktis dramatische Ausmaße an. Wie aus dem dritten Arktisbericht von 46 Wissenschaftlern aus zehn Ländern hervorgeht, liegen die Temperaturen zurzeit um fünf Grad über dem Normalwert und damit so hoch wie nie zuvor im Herbst. Das Jahr 2007 sei das wärmste in der Arktis seit Beginn der Aufzeichnungen, für dieses Jahr rechnen die Wissenschaftler mit dem zweithöchsten Wert. Auch die Schmelze der Eisberge geht laut Bericht weiter, die Eisfläche wird kleiner. Die Wissenschaftler sprechen von einem Dominoeffekt: Der Verlust des Eises führe zu größerer Sonneneinstrahlung und damit zur Erwärmung des Ozeanwassers. Die wärmere Luft und das wärmere Wasser wiederum beeinträchtigten Tiere und Pflanzen. Zudem werde der Teil des winterlichen Seeeises kleiner, der bis in den Sommer hält. Die negative Entwicklung des arktischen Systems verstärke sich selbst. So verlor die Eisdecke auf Grönland im vergangenen Jahr nach Angaben der Wissenschaftler ein Volumen von 101 Kubikkilometern. Dies wiederum trägt zum Anstieg des Meeresspiegels bei: Der Bericht stellt einen bislang beispiellosen Anstieg des Meeresspiegels in der Arktis von 1,9 Millimetern pro Jahr fest. Zitatende. Der vollständige Bericht der Tagesschau liegt unter obigem Link. Der ausführliche Bericht der NOAA ist abrufbar unter http://www.arctic.noaa.gov/reportcard/
Schöpfung bewahren; von Gisela Ohly, 2008-09-13
Der Terminus „Bewahrung der Schöpfung“ stammt von Carl Friedrich von Weizsäcker. In einer kleineren Schrift, Titel: „Die Zeit drängt“, 1986 bei Hanser erschienen, regt er an:
- Eine Weltversammlung der Christen für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung soll einberufen werden.
- Die Menschheit befindet sich heute in einer Krise, deren katastrophaler Höhepunkt wahrscheinlich noch vor uns liegt. Deshalb ist entschlossenes Handeln nötig.
- Die Krise ist sichtbar in den drei Themenbereichen Gerechtigkeit, Friede, Natur. Es gibt ethisch konsensfähige, politisch realisierbare Forderungen zum Verhalten in diesen Bereichen.
- In Bezug auf die drei Bereiche sind eine Einigung der Christen und eine Übereinstimmung der Weltreligionen möglich und geboten. Eine weltweite politisch wirksame Rechtsordnung ist zu fordern.
Davon sind wir leider noch weit entfernt, aber das Ziel ist umrissen und mit Hilfe von verantwortungsvoll denkenden beherzten Menschen kommen wir ihm hoffentlich in kleinen Schritten näher.
Greenpeace-Analyse zeigt: Deutscher Biodiesel enthält Palmöl Klimaschutzpläne der Regierung nach einer neuen Studie ohne Agrosprit besser zu erreichen Artikel veröffentlicht am: 26.05.2008. Siehe mehr dazu unter diesem Link. Anmerkung: man kriegt als Dieselfahrer den Biodiesel sozusagen unmerklich in den Tank gefüllt, auch wenn man ihn nicht tanken will. Diese Politik ist sicher nachbesserungsbedürftig, zumal sie mit Transparenz und Verbraucherinformation nichts zu tun hat.
 Deckelung der Pendlerpauschale Umweltminister Sigmar Gabriel hat sich für eine neue Pendlerpauschale ausgesprochen. Diese solle für weite Strecken nicht unbegrenzt gelten, sondern nach oben gedeckelt werden, sagte der SPD-Politiker der Welt (Dienstagausgabe). Die Kosten sollten über den Abbau ökologisch unsinniger Subventionen gegenfinanziert werden. Dazu zählte Gabriel Steuervorteile für spritfressende Dienstwagen. Die vollständige Meldung mit Quellenangabe ist unter diesem Link.
In Sachen unabwendbaren Bevölkerungswachstums von Alfons Holzapfel
Der in Ihrer Homepage geführten Argumentationen kann ich grundsätzlich zustimmen mit einer Ausnahme:
die erstgenannte Prämisse, nämlich "steigendes Bevölkerungswachstum" als "gottgegeben" zugrunde zu legen, möchte ich doch grundsätzlich in Frage stellen.
Es ist doch eine grundsätzliche Erkenntnis, dass der Mensch die meiste Energie in Form von Nahrung, Kleidung, Wärme, Transport usw. verbraucht und somit die Ecosysteme unseres Planeten am meisten belastet (Folge: Gift- und Schadstoffkonzentration), die Energie (im weitesten Sinne) aber nicht unbegrenzt vorhanden ist.
Daraus folgt, dass die Bevölkerung/-dichte die Hauptursache für die Umweltbelastung ist, deshalb das Wachstum weltweit zu begrenzen oberstes Gebot sein müsste, was jedoch leider durch die Politik aus verschiedenen Gründen - humanitär, ethisch, sowohl generell wie auch international - den Menschen nicht vermittelbar ist.
Solange diese fundamentale Erkenntnis und ihre Konsequenzen nicht zu einem Umdenken führen, befürchte nicht nur ich, dass alle Umweltschutzbemühungen Stückwerk bleiben werden.
Darüber, dass diese Überlegungen mit einem christlichen Weltbild ("...macht euch die Erde untertan...") nicht in Einklang zu bringen sind, bin ich mir voll bewusst, was mich jedoch nicht daran hindert, über mögliche Lösungswege konventionsfrei und ernsthaft nachzudenken.
Ich lade zur Diskussion ein! 2008-07-28 alfons.holzapfel@arcor.de
Pendlerpauschale – einmal ökologisch und ethisch gesehen Von Reiner Zirnbauer, 19. Juli 2008
Angesichts der explodierenden Öl- und Gaspreise ist es höchste Zeit, dass die Öffentlichkeit, repräsentiert durch Verbände, Politiker, Parteien etc., sich endlich umfassend Gedanken macht zur künftigen Energieversorgung. Da durch die verschiedensten „Brems-Effekte“ (Lobbyaktionen?) eine gezielte Forschung in alternative und umweltunschädliche ökologisch und ethisch vertretbare Energiegewinnung nicht recht weiterkommt – der Ölpreisschock von 1973 hat wohl noch nicht ausgereicht!?! – muss meines Erachtens gerade jetzt und mit aller Anstrengung ganz gezielt in die Möglichkeiten der effizienten Nutzung bestehender Energiequellen investiert werden. Dies gilt für die Stromkonzerne genau so wie für die Autoindustrie und andere Energieverbraucher. Die Politik hätte auch hier ein weitreichendes Aufgaben- bzw. Betätigungsfeld. Mir scheint sich hier allerdings aus rein wahltaktischen Überlegungen das Interesse bei den Parteien auf populistische, jedoch unverantwortliche, Phrasendrescherei zu beschränken.
Welch verantwortungsbewusster Mitbürger, der in der Lage ist, ein bisschen über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen und die Komplexität des Themas annähernd zu erfassen, kann guten Gewissens und allen Ernstes und in voller Verantwortlichkeit für unser Land, unsere Zukunft und die Zukunft unserer Kinder eine weitere Steigerung des Energieverbrauches befürworten ??
Nichts Anderes tun aber die Politiker, die allen Ernstes die Wiedereinführung der vollen Pendlerpauschale (als Wahlgeschenk!) fordern. So dumm ist doch unser Volk nicht, wie es manche Parteistrategen gerne hätten. Nicht nur, dass die Pendlerpauschale die Nachfrage nach Energie (Treibstoff) nicht bremst sondern noch fördert, sie stellt auch eine Zersiedelungsprämie dar. Wäre unser Land nicht derart zubetoniert und verbaut, bliebe – ohne wesentliche Beeinträchtigung des Nahrungsmittelanbaus – auch noch Fläche für eine im Übergang vielleicht nicht zu vermeidende (aber ökologisch und ethisch im Grundsatz nicht vertretbare) Gewinnung von Grundstoffen für Ökotreibstoffe.
Meines Erachtens wäre es höchst notwendig, die für die Wiedereinführung der Pendlerpauschale erforderlichen Steuermittel von geschätzten 2 Milliarden EUR in einen gezielten und weitreichenden Ausbau eines effizienten und zuverlässigen öffentlichen Nah- und Fernverkehrs einzusetzen. Dies käme allen Bürgern zu Gute und würde die Effektivität der Energienutzung grundlegend steigern und für Pendler die tägliche Autofahrt zur Arbeit vermeiden helfen. Hier fehlt es den Politikern an vernünftigen Konzepten! Nicht die – sicherlich vielen aber nur einen Teil der Bevölkerung repräsentierenden – Autopendler sollten individuell unterstützt werden, sondern alle Steuerzahler.
Die Pendlerpauschale gehört generell als ökologisch und ethisch nicht vertretbar abgeschafft.
Wasserverbrauch bei der Ethanolproduktion 2008-06-05 von Mailin Schwarzmaier: Zum Thema: ich stand neulich an der U-Bahn Haltestelle Giselastraße (in München) und habe noch eine interessante Ergänzung: Auf der Leinwand wurde gezeigt: Der Wasserverbrauch für 1 Liter Bioethanol beträgt 4000 l Wasser. Ist das ethisch vertretbar? Wasser ist auf diesem Planeten eines unserer höchsten Güter, das viel zu wenig geschätzt wird, obwohl wir aus Wasser bestehen und es zum Leben brauchen.
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