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Inhalt:
Wesentliches zum Deutschen Ethik Rat und seiner Tätigkeit
Schreiben mit der Bitte zu prüfen, sich des Themas “Biokraftstoffe und Ethik” anzunehmen
Antwort Thema kann evtl. im Rahmen einer anderen Aufgabe mit behandelt werden
Antwort2 Danke; Mangelernährung sowie Basisversorgung könnten gute Stichworte sein
Antwort3 Nachtrag zum Nachhaltigkeitsrat
Antwort4 Danke für die Infos zum Nachhaltigkeitsrat
Wesentliches zum Deutschen Ethik Rat
Der Deutsche Ethik Rat ist ein beratendes Organ der Bundesregierung, eingerichtet durch das Gesetz zur Einrichtung des Deutschen Ethikrats (Ethikratgesetz - EthRG) vom Juli 2007. Zusammensetzung und Auftrag sind beschrieben unter http://www.ethikrat.org/de_der/auftrag.php. Zitate daraus:
“Der Deutsche Ethikrat besteht aus 26 Mitgliedern, die naturwissenschaftliche, medizinische, theologische, philosophische, ethische, soziale, ökonomische und rechtliche Belange in besonderer Weise repräsentieren. Zu seinen Mitgliedern gehören Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den genannten Wissenschaftsgebieten; darüber hinaus gehören ihm anerkannte Personen an, die in besonderer Weise mit ethischen Fragen der Lebenswissenschaften vertraut sind.”
Er... “verfolgt die ethischen, gesellschaftlichen, naturwissenschaftlichen, medizinischen und rechtlichen Fragen sowie die voraussichtlichen Folgen für Individuum und Gesellschaft, die sich im Zusammenhang mit der Forschung und den Entwicklungen insbesondere auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften und ihrer Anwendung auf den Menschen ergeben...”
“Der Deutsche Ethikrat erarbeitet seine Stellungnahmen auf Grund eigenen Entschlusses, im Auftrag des Deutschen Bundestags oder im Auftrag der Bundesregierung. Er leitet seine Stellungnahmen dem Deutschen Bundestag und der Bundesregierung vor der Veröffentlichung zur Kenntnis zu.”
Geschäftsstelle des Deutschen Ethikrates:
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Sitz: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften Jägerstr. 22/23 D-10117 Berlin
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Telefon:
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+49/30/203 70-242
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Telefax:
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+49/30/203 70-252
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E-Mail:
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kontakt@ethikrat.org
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Vorsitzender im Mai 2008:
Herr Prof. Dr. jur. Edzard Schmidt-Jortzig
Christian-Albrechts-Universität Kiel, Juristisches Seminar Lehrstuhl für Öffentliches Recht Leibnizstr. 6 24118 Kiel
E-Mail: schmidt-jortzig@ethikrat.org
Zu Themen ist unter http://www.ethikrat.org/de_themen/index.php vermerkt: “Laut Ethikratgesetz (EthRG) vom 16.07.2007 bestimmt der Deutsche Ethikrat seine Themen selbst. Er kann aber auch vom Deutschen Bundestag oder der Bundesregierung mit der Bearbeitung eines Themas beauftragt werden. Der Deutsche Ethikrat wird sein Arbeitsprogramm unmittelbar nach der konstituierenden Sitzung beraten. Über Themen, mit denen sich der Ethikrat befassen wird, wird in Kürze an dieser Stelle informiert.
Schreiben (Mail) an den Deutschen Ethik Rat
Von: Guido Gürtler [guido.guertler@t-online.de] Gesendet: Dienstag, 20. Mai 2008 23:33
An: 'schmidt-jortzig@ethikrat.org' Cc: 'kontakt@ethikrat.org'
Betreff: Biokraftstoffe und Ethik; Ihre Sitzung am 29. Mai 2008
Anlagen: Artikel (fin).doc
Sehr geehrter Professor Schmidt-Jortzig,
der Website des Deutschen Ethikrates habe ich entnommen, dass die nächste Sitzung am 29. Mai 2008 geplant und auf der Agenda ein Punkt „Arbeitsprogramm“ vorgesehen ist.
Bitte erlauben Sie mir, mich mit diesem Ansinnen an Sie zu wenden: der Deutsche Ethikrat möge prüfen, ob das Thema „Sind Biokraftstoffe ethisch verantwortbar?“ in das Arbeitsprogramm aufgenommen werden kann.
Die Grundgedanken habe ich in anliegendem Artikel niedergelegt und komme zu dem Schluss, dass Biokraftstoffe ethisch-sozial nicht zu verantworten sind. Von sehr vielen Freunden, Verwandten und Bekannten wird diese Grundaussage unterstützt. Auf der Website http://www.kaguigu.com/Biokraftstoffe%20und%20Ethik/index.html beabsichtige ich die Argumente und Gegenargumente zur weiteren Diskussion zu stellen. Auch ist vorgesehen, die Meinungen der politischen Parteien einzuholen.
Eine Stellungnahme des Deutschen Ethikrates wäre deshalb besonders wertvoll und würde helfen die zu erwartende öffentliche und politische Diskussion so zu gestalten, dass die deutsche Politik zu Biokraftstoffen eine ethisch-sozial verantwortbaren Weg findet.
Mit freundlichen Grüßen,
Guido Gürtler Adresse (in Webfassung ausgeblendet)
P.s.: Zur Person darf ich anfügen:
- Familienvater, vier Kinder, elf Enkel, besorgt um die Welt, in der diese leben werden - Beruflich: Leiter der Unternehmensleitfunktion „Standardisierung und Regulierung“ bei Siemens mit globalem Handlungsrahmen (bis zur Pensionierung) - Seit 2003 Mitarbeiter im internationalen ISO-Projekt 26000 zu „Guidance on Social Responsibility“, offiziell benannt als Observer des ICC International Chamber of Commerce in Paris.
Anlage: Artikel (fin)
Antwort1: Von: Ulrike Florian [florian@ethikrat.org] Gesendet: Dienstag, 24. Juni 2008 12:59
An: 'Guido Gürtler' Cc: 'Carola Boehm'; 'Torsten Kulick'
Betreff: AW: Biokraftstoffe und Ethik; Ihre Sitzung am 29. Mai 2008
Sehr geehrter Herr Gürtler, im Namen von Herrn Prof. Schmidt-Jortzig danke ich Ihnen sehr für Ihre E-Mails vom 20. Mai und 23. Juni.
Gemäß Ethikratgesetz (http://www.ethikrat.org/de_der/ethikratgesetz.php) befasst sich der Ethikrat mit den ethischen, gesellschaftlichen, naturwissenschaftlichen, medizinischen und rechtlichen Fragen sowie die voraussichtlichen Folgen für Individuum und Gesellschaft, die sich im Zusammenhang mit der Forschung und den Entwicklungen insbesondere auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften und ihrer Anwendung auf den Menschen ergeben, also mit Fragen der „roten“ Gentechnik. Die grüne Gentechnik gehört auftragsgemäß nicht zu den Themen, mit denen sich der Ethikrat befasst.
Allerdings gibt es Themenfelder, die auch angrenzende Bereiche tangieren. Dazu gehört auch das Thema Ressourcenallokation im Gesundheits- und Sozialwesen, auch unter dem Aspekt der Verantwortung Deutschlands für die Gesundheit in der Dritten Welt, insbes. der Fehl- u. Mangelernährung sowie Basisversorgung. Dieses Thema ist während der Diskussion des Ethikrates zum Arbeitsprogramm am 29. Mai auf die Agenda gesetzt worden. Noch offen ist jedoch die Frage, in welchem Format und in welchem konkreten Zeitrahmen dieses Thema erörtert wird und in welchem Maße die von Ihnen aufgeworfene Frage der ethischen Vertretbarkeit von Biokraftstoffen in diese Diskussion einfließen wird.
Über die laufenden Diskussionen des Ethikrates (Plenarsitzungen und Veranstaltungen) können Sie sich jederzeit auf der Website unter www.ethikrat.org informieren. Die Termine und Tagesordnungen der Sitzungen und Veranstaltungen finden Sie unter http://www.ethikrat.org/de_sitzungen/index.php bzw. http://www.ethikrat.org/de_veranstaltungen/index.php.
Mit bestem Dank für Ihr Interesse und freundlichen Grüßen
Ulrike Florian
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Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Geschäftsstelle Deutscher Ethikrat - Jägerstrasse 22/23 - D-10117 Berlin - Tel: +49 +30 203 70-246 Fax: +49 +30 203 70-252 E-Mail: florian@ethikrat.org URL: http://www.ethikrat.org
Antwort2: Von: Guido Gürtler [guido.guertler@t-online.de] Gesendet: Dienstag, 24. Juni 2008 23:01
An: 'Ulrike Florian' Cc: 'Carola Boehm'; 'Torsten Kulick'
Betreff: AW: Biokraftstoffe und Ethik; Ihre Sitzung am 29. Mai 2008
Sehr geehrte Frau Florian, haben sie herzlichen Dank für diese Antwort. Die Stichworte Dritte Welt, Mangelernährung und Basisversorgung sind sicher ein guter Ansatzpunkt, die ethische Bewertung von Biokraftstoffen mit einzubeziehen, denn es macht ja wenig Sinn, wenn Industrieländer wie Deutschland sich einerseits verpflichtet sehen, die Ernährungslage in der Dritten Welt verbessern zu helfen und andererseits dort vorhandene Nahrungsmittel entziehen, um sie zu Biokraftstoffen zu verarbeiten. Die soziale Komponente mit einbeziehend brachte Detlef Drewes (in der Saarbrücker Zeitung, im April 2008) das Problem so auf den Punkt: „Wenn die Lebensmittel nicht zu den Hungernden kommen, werden die Hungernden zu den Lebensmitteln kommen. Und dann haben die Industrieländer mehr als ein Problem.“ Danke für Ihre Hinweise auf die Website des Ethik Rates, die ich allerdings schon recherchiert hatte. Wird es dort bei „Sitzungen“ auch kurze Ergebnisaussagen geben? Mit besten Grüßen aus Galizien, Guido Gürtler
Antwort3: Von: Ulrike Florian [florian@ethikrat.org] Gesendet: Dienstag, 24. Juni 2008 18:30
An: 'Guido Gürtler' Cc: 'Carola Böhm'; 'Torsten Kulick'; 'P.Hohmann'
Betreff: WG: Biokraftstoffe und Ethik; Ihre Sitzung am 29. Mai 2008
Sehr geehrter Herr Gürtler, anbei noch ein kleiner Nachtrag zu meiner heutigen Mail, in der ich versäumt hatte, Sie auf den Rat für Nachhaltige Entwicklung (http://www.nachhaltigkeitsrat.de/) aufmerksam zu machen.
„Der Rat für Nachhaltige Entwicklung prägt das Entstehen und die Fortentwicklung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie im kritischen Dialog mit der Bundesregierung und gesellschaftlichen Akteuren. Er hat dafür Sorge getragen, dass Nachhaltigkeitspolitik anhand konkret quantifizierter Ziele verdeutlicht und durch Indikatoren messbar gemacht wird. Energie und Klima, Ressourceneffizienz, Verantwortung und eine Kultur der globalen Verantwortung sind wichtige Themen des Rates. Der Rat nimmt über das Netzwerk europäischer Umwelt- und Nachhaltigkeitsräte an der europäischen Diskussion.“ (Auszug aus der Website des Rates, http://www.nachhaltigkeitsrat.de/uploads/media/RNE-Factsheet_02.pdf) Im April hat der Nachhaltigkeitsrat Empfehlungen zum Schutz der Biodiversität herausgegeben („Biodiversität heißt aktuell: Biomasse-Produktion nachhaltig machen“, http://www.nachhaltigkeitsrat.de/uploads/media/Broschuere_Biodiversitaet_texte_Nr_21_April_2008.pdf) und sich lt. Pressemitteilung vom 9.4.08 für das Umdenken beim Biosprit eingesetzt (http://www.nachhaltigkeitsrat.de/news-termine/presseinformationen/pressemitteilungen/nachhaltigkeitsrat-unterstuetzt-umdenken-beim-biosprit/).
Ich hoffe, dass Ihnen diese Hinweise nützlich sind, und verbleibe mit freundlichen Grüßen Ulrike Florian
Antwort4: Von: Guido Gürtler [guido.guertler@t-online.de] Gesendet: Mittwoch, 25. Juni 2008 19:07
An: 'Ulrike Florian' Cc: 'Carola Böhm'; 'Torsten Kulick'; 'P.Hohmann'
Betreff: AW: Biokraftstoffe und Ethik; Nachhaltigkeitsrat
Sehr geehrte Frau Florian, ganz herzlichen Dank auch für diesen Zusatz. Vom Nachhaltigkeitsrat hatte ich bislang nur von weitem gehört und mit Ihrer Hilfe wird mir das Recherchieren um so leichter fallen. Beste Grüße, Guido Gürtler
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