|
Aus http://www.econsense.de/_ueber_uns/_profil_ziele/index.asp : Gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung übernehmen - eine nachhaltige Entwicklung voranbringen: econsense - Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e. V. ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen Corporate Social Responsibility (CSR) und Nachhaltige Entwicklung (Sustainability). Das Unternehmensnetzwerk - im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gegründet - versteht sich als Think Tank und zentrale Dialogplattform.
Die econsense-Mitglieder sind aufgeführt unter http://www.econsense.de/_ueber_uns/_mitglieder/index.asp Die Mitglieder von econsense sind aktuell 25 führende, multinational tätige Unternehmen und Organisationen der Deutschen Wirtschaft aus vielen verschiedenen Branchen. Vereint stehen sie für einen Umsatz von über 900 Milliarden Euro und rund 3 Millionen Beschäftigte weltweit (im Jahr 2006).
Schreiben
Antworten
Von: Guido Gürtler [guido.guertler@t-online.de] Gesendet: Mittwoch, 21. Mai 2008 16:43 An: 't.koenen@econsense.de' Cc: GA Huensch, Heiko
Betreff: Biokraftstoffe und Ethik; mögliche econsense-Position?
Anlagen: Artikel (fin).doc
Sehr geehrter Herr Könen,
econsense ist eine sehr gute Institution der deutschen Industrie und ich verfolge die Diskussion der aktuellen Themen mit großem Interesse.
Bitte erlauben Sie mir, mich mit einem nachhaltigkeitsorientierten Ansinnen an Sie zu wenden: zu prüfen, ob zum Thema „Sind Biokraftstoffe ethisch verantwortbar?“ eine econsense-Position formulierbar ist, die von den econsense-Mitgliedern getragen wird und öffentlich gemacht werden kann.
Meine Grundgedanken dazu sind in anliegendem Artikel niedergelegt und kommen zu dem Schluss, dass Biokraftstoffe ethisch-sozial nicht zu verantworten sind. Von sehr vielen Freunden, Verwandten und Bekannten wird diese Grundaussage unterstützt. Viele Vertreter der deutschen Industrie sehen das bislang sicher (noch) anders und auch deshalb wäre eine econsense-Position sehr nützlich
Auf der Website http://www.kaguigu.com/Biokraftstoffe%20und%20Ethik/index.html beabsichtige ich die Argumente und Gegenargumente zur weiteren Diskussion zu stellen. Auch ist vorgesehen, die Haltungen der politischen Parteien einzuholen.
Eine Position von econsense wäre deshalb besonders wertvoll und würde sicher helfen, die weitere öffentliche und politische Diskussion so zu gestalten, dass die deutsche Politik zu Biokraftstoffen einen ethisch-sozial verantwortbaren Weg findet.
Für Ihre wohlwollende Prüfung wäre ich dankbar.
Mit freundlichen Grüßen,
Guido Gürtler
<Adresse> Guido.Guertler@t-online.de
P.s.: Zur Person darf ich anfügen: - Studium der Betriebswirtschaft, Abschluss Dipl.-Kfm. - Familienvater, vier Kinder, elf Enkel, besorgt um die Welt, in der diese und folgende Generationen leben werden - Beruflich: Leiter der Unternehmensleitfunktion „Standardisierung und Regulierung“ bei Siemens mit globalem Handlungsrahmen (bis zur Pensionierung); Herrn Hünsch bestens bekannt - Seit 2003 Mitarbeiter im internationalen ISO-Projekt 26000 zu „Guidance on Social Responsibility“, offiziell benannt als Observer des ICC International Chamber of Commerce in Paris.
Antwort 1: Von:Koenen, Thomas [T.Koenen@econsense.de] Gesendet:Montag, 26. Mai 2008 08:49 An:Guido Gürtler Betreff:AW: Biokraftstoffe und Ethik; mögliche econsense-Position?
Sehr geehrter Herr Guertler,
econsense hat bereits mehrere Veroeffentlichungen zu Biokraftstoffen herausgebracht, die Sie auf unserer Homepage www.econsense.de im Bereich Publikationen finden.
Mit freundlichen Grueßen
Koenen
Antwort 2: Von: Guido Gürtler [guido.guertler@t-online.de] Gesendet: Montag, 26. Mai 2008 18:07 An: 'Koenen, Thomas'
Betreff: AW: Biokraftstoffe und Ethik; mögliche erweiterte econsense-Position?
Lieber Herr Könen,
vielen Dank für Ihre rasche Reaktion und den Hinweis auf die schon erfolgten Publikationen. Diese habe ich studiert und, wenn ich sie richtig verstehe, unterstützen sie u.a. die Zielsetzungen, dass
- die Verwendung von Biokraftstoffen eher noch zunehmen sollte und - sich ein freier grenzüberschreitender Welthandel von Biomasse entwickeln kann, - kein Wettbewerb zwischen kommerzieller und menschlicher Verwendung von Biostoffen entstehen sollte, und - vertrauen auf die Zertifizierungsmechanismen für einen „kontrollierten Anbau“.
Nun sind die Publikationen vom Juni 2007 und älter und an ihren Zielsetzungen können inzwischen erhebliche Zweifel angebracht werden. Aufgrund ihres „Alters“ können sie die derzeit in der Diskussion zunehmenden ethisch-sozialen Aspekte noch nicht so berücksichtigen, wie es auch längerfristig verantwortbar wäre. Zu dieser zunehmenden Diskussion gehören auch viele warnende Aussagen, u.a. auch vom UN-Generalsekretär.
Erlauben Sie mir deshalb die Anfrage, ob Planungen bestehen, in absehbarer Zeit die econsense-Position unter stärkerer Einbeziehung von ethisch-sozialen Aspekten weiterzuentwickeln und neu zu publizieren.
Haben Sie vielen Dank für Ihre Mühe.
Mit bestem Gruß, Guido Gürtler
<Adresse> Guido.Guertler@t-online.de
Antwort ausstehend seit 26. Mai 2008
|